Der heulende Dschungel hat Fremde noch nie willkommen geheißen.
Mit jedem Schritt versank er leicht in der matschigen Erde, begleitet von einem feuchten, dumpfen Geräusch. Die Luft war schwer, und die Feuchtigkeit klebte wie Schweiß auf seiner Haut. Weit oben, über dem Blätterdach, ertönen die schrillen Rufe und trillernden Schreie ungesehener Kreaturen, begleitet vom allgegenwärtigen Summen unzähliger Insekten. Das seltsame Licht warf verzerrte, umtriebige Schatten, sodass der Pfad vor ihm zu atmen schien.
Dennoch trieb ihn die Neugier tiefer hinein. Oder war es der Hunger? Dann sah er es plötzlich.
Eine Blüte, so groß wie eine Truhe, mit blutroten Blättern – triefend und glänzend vor dickem Nektar. Sie schwankte nicht im Wind. Sie pochte.
Man sagt, tief im heulenden Dschungel gebe es eine Blume, die gar keine Blume sei. Ihre Blütenblätter pulsieren wie Muskeln, glitschig und hungrig, duftend nach süßem Verfall, der alles anlockt, was töricht genug ist, zu nahe zu kommen …
Faxi war ein solcher Tor … Eigentlich war er nur auf der Durchreise, bis sich die Ranken mit einem feuchten Schlick um seine Glieder schlangen und ihn hineinzogen.
Die Mitte öffnete sich, eine fleischige Spirale, glitschig vor Nektar; dann spürt er, wie etwas in ihn eindringt – langsam, bedächtig, schmatz … schmatz … bis er spürte, wie es anschwoll, ihn füllte, ihn weit öffnete auf Arten und Weisen, die er sich nie hätte vorstellen können.
Je tiefer es vordrang, desto stärker pulsierte es, bis das erste Ei mit einem lüsternen Plopp herausglitt. Dann noch eines. Und noch eines …
Als Kohana ihn schließlich losließ, spürte er immer noch das Gewicht in seinem Inneren … und wie sich sein Körper zusammenzog, sehnsüchtig nach mehr.





















